Mittwoch, 25. Januar 2012

Japan: Land der Außerirdischen

In der letzten Woche war ich zum ersten mal in Japan. Zwar "nur" geschäftlich und auch nur ganz kurz, jedoch reichten schon 2,5 Tage auf dieser überfüllten Insel aus, um mir einen kurzen Eindruck vom Land und seinen Einwohnern zu vermitteln.
Schon kurz nach der Land war klar: Diese Menschen sind anders! Überall laufen Menschen mit Atemmasken herum, weil sie Angst vor Krankheiten haben, die Städte sind gigantisch (2 h Fahrt in einem Kleinbus von einem Ende Tokyos zum Anderen, ohne Stau) und überall sind Automaten. Getränke, Snacks, Essen, Höschen, ALLES!
Der Japaner an sich ist ein sehr höflicher Mensch, der zwar gerne Abstand wahrt, jedoch wenn es notwendig ist, hilfreich zur Seite steht und einen auch mal ausbremst, wenn man dabei ist, ein wenig zu viel Sake zu inhalieren. Wobei wir schon beim nächsten Thema wären: Essen und Trinken. Ich kam in den Genuss, verschiedene Biere, sowie Sake in warmer und kalter Ausführung zu probieren und kann zu letzterem nur sagen, dass es für mich eher nichts ist. Der Geschmack ist wie eine Mischung aus Wein und Pflaumenschnaps und das muss man mögen.
Das Bier dagegen schmeckt sehr gut gut und das Asahi-Bier sogar nochmal besser. Entgegen der Erwartung, dass die durchzugsstarken aber leberschwachen Japaner eher Leichtbier trinken, sind normale Pilsener dort recht verbreitet.
Desweiteren konnte ich natürlich auch verschiedene Gerichte wie Sushi, Tempura und Teppanyaki probieren. Die ersten beiden dürften bekannt und bekannt lecker sein, Teppanyaki jedoch war mir neu: Dabei sitzt man an einem Tisch mit einem in der Tischplatte eingelassenen Grill in Form einer Stahlplatte oder eines Steines und vor einem steht der Koch und bereitet einem diverse Fleisch und Fisch-Spezialitäten zu. Besonders Steaks schmecken von der Platte ganz vorzüglich.
Ein Ereinis will ich zum Schluss noch einmal hervorheben, weil es ganz typisch für Japan ist: Mein Chef und ich saßen im Zug zum Flughafen und die Schaffnerin kam und kontrollierte die Tickets im Wagon. Als sie hörte, dass wir deutsch sprachen, hat sie uns einfach nicht mitkontrolliert. 
Dieses Beispiel ist sehr typisch für Japan, denen die Menschen sprechen im Allgemeinen sehr schlechtes Englisch (selbst die Businessleute), haben aber gleichzeitig Angst, sich die Blöße zu geben. Darum wird fremdsprachlicher Interaktion lieber aus dem Weg gegangen.
Ich für meinen Teil werde auf jeden Fall nochmal dorthin fahren und etwas mehr Zeit mit den Leuten und ihrer Kultur verbringen, denn eine so höfliche und ehrhafte Kultur ist auf der ganzen Welt wohl einmalig und darum allemal sehens- und erlebenswert.

1 Kommentare:

Philipp hat gesagt…

"fremdsprachlicher Interaktion aus dem Weg gehen" finde ich schon sympathisch. Das Bier sieht cool aus! Zum Titelbild - sagt man nicht auch zu Japan, das Land in dem die Sonne aufgeht? Würde ja passen :)